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Cahoreau Gustave
Caho­reau Gust­ave arbei­te­te als Knecht auf Bau­ern­hö­fen. 1963 begann er, selt­sa­me For­men und Totems zu bau­en, und spä­ter, zu zeich­nen.

Cahoreau Gustave

Caho­reau wur­de am 16. August 1929 bei Neau in May­enne als Sohn eines Land­ar­bei­ters gebo­ren als ältes­ter von sie­ben Kin­dern. Im Alter von 10 Mona­ten, wird er von Menin­gi­tis betrof­fen. Sehr kur­ze Zeit in der ört­li­chen Schu­le, an die er sich nicht erin­nern kann, aus­ser dass er von sich sagt, im Zeich­nen sei er der «Cham­pi­on» gewe­sen. Er war zehn Jah­re alt, als der ers­te Welt­krieg aus­brach, was ihn tief geprägt hat. Ab drei­zehn arbei­te­te er, bis zu sei­ner Pen­sio­nie­rung, als Knecht auf Bau­ern­hö­fen der Regi­on.

Im Jahr 1963 starb sein Vater, von einem Heu­wa­gen erdrückt. Damals begann Gust­ave Caho­reau, aus Stei­nen und Wur­zeln, selt­sa­me For­men zu kre­ieren. «Als der Patron dies sah, schlug er mich. Ich wein­te.» Im Jahr 1965 lan­det er schliess­lich bei einem «guten Chef». Der Dorf­leh­rer schenk­te ihm ein Buch über Afri­ka­ni­sche Kunst, wor­auf er begann, aus geschnitz­tem Holz, gebrauch­ten Gegen­stän­den (Schach­teln, Rad­spei­chen etc.), Totems zu bau­en, und spä­ter, zu zeich­nen.

Im Früh­jahr 1986 ent­deck­ten Made­lei­ne Lom­mel und Michel Nedjar, die Grün­der der Samm­lung Ara­ci­ne, sei­ne Arbeit. Sei­ne Wer­ke aus die­ser Samm­lung wer­den im Musee d‘Art Moder­ne in Ville­neuve d’A­scq vor­ge­stellt. Seit Okto­ber 1998 lebt Caho­reau in einem Alters­heim in May­enne. Er ver­fügt nicht mehr über die kör­per­li­che Kraft, um zu schnit­zen, aber zeich­net noch immer gele­gent­lich. Er ist im Alter von 93 Jah­ren im Okto­ber 2022 ver­stor­ben.

4 Werke von Cahoreau Gustave.