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Atef. Kunst aus Iran, in den Westen gezogen

Sama­neh Atef war noch im Iran, als ich ihr die­se Zeich­nun­gen abge­kauft habe und die Trans­ak­ti­on war kom­pli­ziert, kom­pli­ziert, weil es kei­ne direk­ten Bank­ver­bin­dun­gen gab. Inzwi­schen ist sie in den Wes­ten emi­griert und eine erfolg­rei­che Künst­le­rin.

Ich fand ich ihre Arbei­ten inter­es­sant und sehr rät­sel­haft. Beson­ders beein­druckt, aber gleich­zei­tig auch etwas rat­los war ich von der rät­sel­haf­ten und nicht ohne wei­te­res deut­ba­ren Zeich­nung mit ara­bi­scher Schrift und einer wohl menstru­ie­ren­den Frau die einen farb­lo­sen Strauch hält, wäh­rend aus ihrem Schoss Blut in einen rechts ste­hen­den kraft­strot­zen­den roten Strauch zu flies­sen scheint. Zu die­ser merk­wür­di­gen Zeich­nung hat die Künst­le­rin eine Tscha­dor-Mas­ke mit­ge­lie­fert, wel­che mit einer durch die Zeich­nung hin­durch­ge­sto­che­nen Klam­mer auf der Zeich­nung befes­tigt wer­den kann, um die Frau zu ver­hül­len. Für mich als Nicht-Mos­lem ist die Bedeu­tung der Zeich­nung und der zusätz­li­chen Ergän­zung lei­der nicht ohne Wei­te­res zu ent­schlüs­seln.

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