Aconcha Santz

Aconcha

"Ich wurde 1945 in einem Arbeitervorort nördlich von New York City geboren. Das war ein großartiger Ort, erwac sen zu werden, mit Menschen aus allen Länder, Nationalitäten, Religionen in unserer Nachbarschaft. Als Kind mochte ich Malerei, Zeichnung und die Dinge aus Holz und Baustoffen für meine Spielzeugeisenbahnanlagen und Weihnachtskrippen. Mein Vater war Konstrukteur, es gab es immer Holz, Metall Farbe usw., um Dinge zu bauen.

Ich sang auch in einem Chor, in Theaterstücken in und um New York und war später in meiner Jugend Leadsänger in einigen Rockgruppen. Ich habe habe mir Kunst zu meinem eigenen Vergnügen selber beigebracht. Als Kind gab es keine Kunstschulen oder Orte, wo Kunst zu kaufen war wie heute . Ich verwendete Grundmaterial (Kugelschreiber, Bleistift , Buntstifte Hausfarbe ) für das Zeichnen und Malen und alle möglichen Trägermaterialien wie Holz, Papier, Metall. Während der Zeit der Kinderbetreuung und Leitung eines Unternehmens malte ich nur wenig zum eigenen Vergnügen, als Nebenerwerb konstruierte und bemalte ich Firmenlogos aus Holz und Metall.

Als Folge eines Alkoholproblems wurde bei mir Mitte meiner 30er-Jahre eine Lebererkrankung diagnostiziert. Ich hatte noch wenige Monate zu leben. Ich war immer gläubig, ohne eine Religion zu praktizieren. Ich bat Gott um Heilung und darum, meinen Wunsch, mit dem Trinken aufhören zu können. Das Verlangen konnte ich überwinden und wurde wieder gesund. Ich passte mich an, verlangsamte meine Lebensweise und mit 50 zog ich in die historische Stadt East Dorset Vermont, wo ich Teilzeit arbeitete für einen Arbeitgeber und ein kleines Einzelhandelsgeschäft gründete ,wo ich lokale Produkte, eigene Bilder und von Hand gefertigte Bären verkaufte.

Nach einer Scheidung heiratete ich erneut und verlegte mich aufs Malen. Auf Ebay stellte ich einige kleine Bilder und verkaufte sie zu meiner eigenen Überraschung, da ich nicht erwartet hatte, etwas zu verkaufen und Geld mit meiner künstlerischen Arbeit zu verdienen. Auf Anregung meiner Frau reichte ich einige Bilder an eine grosse Kunstmesse ein und zu meiner Überraschung sprach mir eine aus professionellen Künstlern bestehende offizielle Jury dort den zweiten Preis zu. Meine Frau schlug darauf vor, in unserer Scheune ein Studio zu eröffnen und heute verkaufen wir meine Bilder sowie die Erzeugnisse und Produkte unserer Nutztierhaltung sowie die hausgemachten Backwaren meiner Frau. Die Bilder verkaufen sich lokal, an Touristen und einige Prominente suchten uns auf um Bilder zu kaufen. Wir sind froh, den Umzug gemacht zu haben. Um über die Runden zu kommen, betreiben wir nebenbei auch ein kleines Reparatur-und-Service-Geschäft".

Richard Chalmers