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Tolliver Mose
Bei einem schwe­ren Unfall wur­den sei­ne Bei­ne zer­trüm­mert. Tol­li­ver Mose begann aus Lan­ge­wei­le als Auto­di­dakt zu malen.

Tolliver Mose

Tol­li­ver war eines von 12 Kin­dern der Päch­ter Ike und Laney Tol­li­ver in Pike Road, in der Nähe von Mont­go­me­ry, Ala­ba­ma gebo­ren. Sein genau­es Geburts­jahr ist unbe­kannt, obwohl es bekannt ist, er auf der vier­ten Juli gebo­ren wur­de. Er hei­ra­te­te sei­ne Jugend­freun­din, Wil­lie Mae Tho­mas, in den 1940-er Jah­ren und hat­te 13 Kin­der, von denen 11 das Erwach­se­nen­al­ter erreich­ten. In den spä­ten 1960er Jah­ren, nach einer schwe­ren Ver­let­zung (sei­ne Bei­ne wur­den zer­trüm­mert, als eine Mar­mor-Last sich ver­schob und von einem Gabel­stap­ler fiel) wand­te er sich zur Bekämp­fung der Lan­ge­wei­le der Male­rei zu. Tol­li­ver war Auto­di­dakt und unter­zeich­ne­te sei­ne Arbeit mit «MoseT» mit gespie­gel­tem S. Er arbei­te­te mit «Haus­far­ben» auf Sperr­holz, und schuf skur­ri­le und manch­mal ero­ti­sche Bil­der von Tie­ren, Men­schen und Pflan­zen. Eine Wach­tel kann über ein Baum­woll­feld glei­ten, eine «Spreiz­bein-Dia­na» oder «Elch-Lady» kann sich über einem Fahr­rad­trä­ger tro­nen. Nach sei­ner Ver­let­zung war Tol­li­ver nie mehr in der Lage, zu gehen, also mal­te er vie­le Selbst­por­träts mit Krü­cken. Was­ser­me­lo­nen und Vögel waren auch bekann­te The­men, die er aus eige­ner Erfah­rung umsetz­te. Tol­li­ver war wohl Leg­asthe­ni­ker. Sei­ne künst­le­ri­schen Talen­te könn­ten der Kom­pen­sa­ti­on sei­ner Lese-und Schreib­be­ein­träch­ti­gun­gen zu ver­dan­ken sein. Er dreh­te sei­ne Bil­der oft auf den Kopf und mal­te Sujets in ver­schie­de­nen Rich­tun­gen posi­tio­niert. Die Zusam­men­set­zung der Tol­li­ver-Titel sind sehr unter­schied­lich: «Smo­ke Char­lies», «Scop­per Bugs» oder «Jick Jack Suzy Satis­fy­ing her own Self». Tol­li­vers Arbei­ten wur­de im Smit­h­so­ni­an Ame­ri­can Art Muse­um in Washing­ton, DC aus­ge­stellt, im Phil­adel­phia Col­lege of Art, im Mont­go­me­ry Muse­um of Fine Arts und der Cor­co­ran Gal­lery of Art. Ange­hö­ri­ge von Tol­li­ver ahm­ten sei­nen Stil nach und signier­ten ihre Arbeit genau so wie er, so dass es manch­mal schwie­rig ist, ein Ori­gi­nal-Gemäl­de zu fin­den. Tol­li­ver starb an einer Lun­gen­ent­zün­dung im Alter von 82 auf 30. Okto­ber 2006 in Mont­go­me­ry, Ala­ba­ma. *Ist dies nun ein Tol­li­ver von ihm sel­ber oder von einem Fami­li­en­mit­glied? Ich weiss es nicht. Der Ebay-Anbie­ter mein­te im Mai 14, im Lauf der Zeit sei­en vie­le Bil­der durch sei­ne Hän­de gegan­gen und er betrach­te dies als Ori­gi­nal, kön­ne aber nicht garan­tie­ren. Ich habe einen mode­ra­ten Betrag gebo­ten und den Zuschlag erhal­ten und konn­te wenig spä­ter von jemand auf Ebay ein Selbst­por­trait erwer­ben, das die­ser sel­ber vor etwa 15 Jah­ren bei Tol­li­ver gekauft hat. Inter­view mit dem Künst­ler gibt es hier. Video über Arbei­ten gibt es hier.

16 Werke von Tolliver Mose.