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Wölfli Adolf
Wölf­li Adolf war der bedeu­tends­te Art Brut Künst­ler. Er war Pati­ent in der Wald­au in Bern und hat ein rie­si­ges, fas­zi­nie­ren­des Werk hin­ter­las­sen.

Wölfli Adolf

Wölf­li leb­te von 1895 bis zu sei­nem Tode in der Psych­ia­tri­schen Kli­nik Wald­au bei Bern. Wäh­rend sei­nes über dreis­sig­jäh­ri­gen Auf­ent­halts schuf er ein umfas­sen­des Werk von 1460 Zeich­nun­gen, etwa 1560 Col­la­gen und 25.000 zu Hef­ten gebun­de­nen Sei­ten. Er gilt als einer der wich­tigs­ten Ver­tre­ter der Art Brut oder der Out­si­der Art oder Aus­sen­sei­ter-Kunst. RAWVISION 4–1991, 18–1997, 23–1998, Out­si­der Art Source­book.

Sein Psych­ia­ter Wal­ter Mor­gen­tha­ler wid­me­te ihm 1921 das Buch «Ein Geis­tes­kran­ker als Künst­ler», das erst­mals einen an Schi­zo­phre­nie lei­den­den Pati­en­ten als Künst­ler ernst nahm. Erst lan­ge nach sei­nem Tod wur­de sein bild­ne­ri­sches und dich­te­ri­sches Werk, das sich gän­gi­gen ästhe­ti­schen Kate­go­rien ent­zieht, einem brei­te­ren Publi­kum bekannt: der fran­zö­si­sche Maler Jean Dubuf­fet stell­te 1948 120 Zeich­nun­gen Wölf­lis in der Com­pa­gnie de l‘Art Brut in Paris aus; auf der Docu­men­ta 5 in Kas­sel 1972 wur­de ihm der Bereich Bild­ne­rei der Geis­tes­kran­ken gewid­met.

Wölf­lis Werk wird seit 1975 in der Adolf Wölf­li-Stif­tung im Kunst­mu­se­um Bern ver­wahrt, wis­sen­schaft­lich bear­bei­tet und aus­ge­stellt. Sein Grab auf dem Ber­ner Schoss­hal­den­fried­hof ist inzwi­schen auf­ge­ho­ben.

1 Werk von Wölfli Adolf.